** ***** ******* – BSG Chemie Leipzig 1:0 (1:0)

Nicht der Rede wert

Am Reformationstag musste die BSG Chemie Leipzig auswärts zu einem Nachholspiel des 4. Spieltags der NOFV-Oberliga Süd antreten. Der Termin, nur zwei Tage nach dem 5:1-Auswärtserfolg der Chemiker beim TV Askania Bernburg, war sehr unglücklich gewählt – nicht für mich, da ich montags frei habe. Die Chemiker taten sich aber gegen den nicht erwähnenswerten Verein schwer und verloren mit 0:1.
Der gastgebende Verein „besorgte“ sich sein Spielrecht vom 120 Kilometer entfernten und seinerzeit insolventen SV See. Das „Heimspiel“ gegen Chemie fand aufgrund einer auch im dritten Jahr des Bestehens immer noch nicht vorhandenen und für die Oberliga tauglichen Spielstätte, im Markranstädter Stadion am Bad statt.

Der hier beheimatete SSV Markranstädt half ja bekanntlich schon vor sieben Jahren dem Leipziger „Brauseclub“ mit seiner Ersten Männermannschaft aus, damit dieser sein Spielrecht bekam. Nun bückten sich die „Markranser“ für das das zweite Leipziger Konstrukt und stellten ihren Sportplatz zur Verfügung.
Die Umstände im Stadion waren ebenfalls sehr fragwürdig: Ich bekam ohne Voranmeldung, nur auf Vorlage meines Presseausweises, ein orangenes Leibchen ausgehändigt, aber dem Moderator von Fünfeck-FM, dem Internetradio der BSG Chemie, wurde die Akkreditierung trotz vorheriger Anmeldung per E-Mail jedoch verweigert. Er musste die Partie aus dem Gästeblock per Telefon übertragen.
Der Gästebereich war mit über 1300 Chemiefans völlig überfüllt, obwohl in den Nachbarblöcken des 5500 fassenden Areals ausreichen Platz und bestimmt mehr als die nötige „Pufferzone“, zu den knapp 250 Heimzuschauern inklusive der Schaulustigen, vorhanden war. Dementsprechend machten sich nicht wenige Leutzscher bei den Ordnungskräften Luft, über die Zustände bei einem Oberligaspiel, bei dem man neun Euro aufruft und am Ende fast nichts sieht. Das wurde aber lächelnd überhört.
Auf dem Rasen lief es auch nicht besser: Chemie lag nach 25 Minuten durch ein Tor von Bocar Djumo hinten. Das änderte sich auch nicht bis zum Schluss. Der Unparteiische wurde seiner Rolle ebenfalls nicht gerecht und übersah sehr einseitig, die zahlreichen Nickeligkeiten sowie die schlechten Schauspieleinlagen der Gastgeber.
Als Fazit bleibt nur zu sagen: Man sieht sich immer zweimal – spätestens zum Rückspiel.

 

(gie)

 

 

NOFV-Oberliga Süd: ** ***** ******* – BSG Chemie Leipzig

Endstand: 1:0 (1:0)

Tore: 0:1 Djumo (25.)

Zuschauer: 1612

Ort: Stadion am Bad / Markranstädt

Datum: Montag, 31.10.2016