Spvgg. 05 Oberrad – OSC Vellmar 0:3 (o:2)

Fear and Loathing (Angst und Schrecken) in Oberrad

Nur 132 Zuschauer fanden sich an "Halloween" ein, um die Oberräder im Abstiegskampf zu unterstützen. Darunter auch wieder ein Grüppchen von fünf bis zehn "Ultras" im geschätzten Durchschnittsalter von zwölf Jahren, die diesmal sogar mit einem Megaphon und einer Sirene ausgestattet waren.

Da das scheinbar noch aus dem letzten Weltkrieg stammende Teil mit einer Kurbel betrieben werden musste und bei den Kiddies etwas die Kraft fehlte, um ordentlich daran zu drehen, klang das schräge und dumpfe Geheul eher wie der Soundtrack zu einem schlechten Horrorfilm.

Apropos Horror: Da an diesem Tag jeder Zuschauer in einem "Halloween-Kostüm" freien Eintritt genoß und einige Besucher die Einladung wahrnahmen, wurde dieser Eindruck noch zusätzlich verstärkt.

Die ängstlich agierenden Gastgeber schienen auch etwas verschreckt und verschliefen den Start. Nach zwei schnellen Toren von Marius Ehlert (6.) und Christian Wollenhaupt (7.) lag der Tabellenletzte mit 0:2 zurück. Dann fingen sich die Oberräder und kamen ebenfalls zu Chancen.

Sportlich war die Begegnung auf einem dürftigen Niveau: Vellmar verwaltete die Führung und die Gastgeber scheiterten zumeist kläglich vor dem Tor. An der Seitenlinie entwickelte sich dafür aber ein hitziges Wortduell zwischen den beiden Trainerbänken.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Oberräder dann die Chance nocheinmal heranzukommen, doch Semih Aydilek scheiterte mit einem schwach getretenen Foulelfmeter an Torwart Hannes Peschutter (49.). Auf der anderen Seite machte es Enis Salkovic besser – sein Strafstoß landete im Netz (66.).

Das Spiel war nun endgültig entschieden und die wenigen Zuschauer blickten nach der Partie etwas ratlos drein. Für den Abstiegskampf war die schon fast gruselige Leistung einfach zu wenig.

 

(gie)

 

Hessenliga: Spvgg. 05 Oberrad – OSC Vellmar

Endstand: 0:3 (0:2)

Zuschauer: 132

Ort: Sportanlage Beckerwiese "Grie-Soß-Arena" / Frankfurt am Main

Der veschossene Foulelfmeter von Semih Aydelik im Video.